Lust auf Farbe!!!

 

Spätestens zu Ostern hat auch der letzte Winterliebhaber (sogar meist der Wintersportler) keine Lust mehr auf Schnee, Eis und grauen Himmel. Wir lechzen nach FARBEN, nach Sonne, Frühling und satten Frühlingsfarben.

 

Bei mir selbst macht sich das meist mit einer latenten Unzufriedenheit beim Blick in den Kleiderschrank bemerkbar. Wie bei vielen 50er Jahre Fans, Rockabilly Ladies und Retro-Liebhaberinnen dominieren die Farben weiß, schwarz und rot meinen Kleiderschrank. „farbenarm“ ergänzt durch grau und dunkelblau. Das schreit natürlich nicht gerade „Frühling ist da!“

 

Da ich mich schon seit längerem mit Minimalismus im Kleiderschrank und der Capsule Wardrobe Bewegung beschäftige, stand für mich fest: einfach in die Stadt und Farbe satt shoppen, kommt für mich nicht in Frage. Eine nachhaltigere Lösung muss her!

 

 

Deshalb will ich erstmal herausfinden, welche Farben mir überhaupt wirklich stehen (so viel sei verraten: es sind nicht unbedingt die, die einem gefallen). Ich erinnere mich also dunkel an den Boom der Farbtypisierung und Farbberatungen in den 80er Jahren. Da war doch was mit Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Wintertyp bestimmt durch Haut-Ton, Haarfarbe, Augenfarbe. Gesagt -  recherchiert - und zack einen Kurs an der VHS gebucht! Meine Freundin Sonja hab ich auch gleich mit geschleppt, zu zweit ist sowas bestimmt lustiger und man kann sich beim Einkaufen danach besser beraten.

 

Wir fiebern also unserem Kurs „Farb-Typ-Beratung und individuelles Make-up“ entgegen. Vorletzten Samstag war es dann soweit und passend zu unserer unbändigen Farb-Lust hing der Himmel wieder grau und trist über München. Naja, umso dringlicher eben der Wunsch.

 

 

 

Der Kurs beginnt erst einmal mit einem Seh-Training: kalte und warme Farben unterscheiden. Manchmal schwieriger als erwartet. Kalte Farben haben einen höheren Blauanteil und warme Farben einen höheren Gelb-Anteil. Grob lässt sich also jeder Mensch als kalter oder warmer Farbtyp kategorisieren, abhängig vom dominierenden Haut-Unterton.

 

Nun folgt der eigentlich Typen-Test. Hierzu bekommt man einen weißen Friseurumhang umgeschnallt und ein neckisches weißes Häubchen aufs Haupthaar gesetzt. Vor einem Spiegel mit sehr „ehrlichem“ Licht sitze ich ungeschminkt und harre der Dinge die da kommen...

Die Farbberaterin fängt mit den Testtüchern „gold“ und „silber“ an. Was machen sie mit dem Teint? Beginnt er zu strahlen oder wirkt er fahl? Ich sehe irgendwie keinen großen Unterschied.

 

 

Nun geht es weiter mit den Tüchern „Herbst“ und „Winter“, es wird jeweils eine kalte und warme Grundfarbe (zB. orangerot gegen blaustichiges rot, petrol gegen reines Blau, braun gegen schwarz) im Vergleich getestet. Die Teilnehmerinnen diskutieren kräftig mit, ich versuche zu sehen, was sie sehen. Langsam scheint sich eine Tendenz abzuzeichnen – sie lautet „warm“.

 

Nun werden die warmen Farben, also „Frühling“ und „Herbst“ nochmals gegeneinander getestet. Hier ist es eindeutig – die kräftigen Farben sind besser für mich – ich bin ein Herbst-Typ. Wenn ich meinen Schrank gedanklich durchforste ein niederschmetterndes Ergebnis. 90% meines Schrankes sind Winterfarben. Oh je…

 

Tja, klärt uns die Farbberaterin gut gelaunt auf, der reine Wintertyp (z.B. unser aller geliebtes Styling-Vorbild Dita von Teese) kommt weltweit am seltensten vor. Und im Grunde steht nur ihm Schwarz, reines Weiß und starke Kontraste (das Totschlag-Argument fürs geliebte Ringelshirt).

 

 

Für alle anderen Typen ist das zu hart.

Na, grübelt Ihr auch schon über Euren Kleiderschrank nach?

 

 

Meine Freundin Sonja trifft es nicht ganz so hart. Sie ist ein Frühlings-Typ. Ihr Kleiderschrank bietet neben zuviel Schwarz einige Herbst-Farben bei denen sie sich gnädigerweise bedienen darf, da sie auch warmtonig sind. Also nur 70 % ungeeignet ;-)

 

Bevor Ihr jetzt in Panik verfallt (so wie ich kurz nach dem Kurs): man muss das Ganze etwas abschwächen...

 

Bei meiner weiteren Recherche zum Thema bin ich auch auf weitere Differenzierungen gestoßen. Ich selbst habe zB einen sehr hellen Hautton und dazu im Kontrast eine eher dunkle Haar- und Augenfarbe. Meine Palette wird sich zwischen Herbst und Winter einspielen (auch „deep oder dark autumn“ genannt).

 

Eine Übersicht des 16 Farbtyp-Schemas habe ich versucht für Euch darzustellen.

 

 

Außerdem geht es vor allem um die Farben rund ums Gesicht, eine schwarze Hose ist also völlig ok!

Und da kommen wir auch schon gleich dazu, was Accessoires wie Schmuck für Euren Typ tun können. Denn diese geben in den typgerechten Farben dem Gesicht gleich einen schönen Glow. Also ran an Gold oder Silber, pastell oder kräftig!  

 

Hier findet Ihr einen kurzen Test:  https://www.mein-wahres-ich.de/welcher-farbtyp-bin-ich.html

Er ersetzt natürlich keine professionelle Farbberatung, ist aber gut als erste Orientierung.

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